Donnerstag, 7. Oktober 2010

Verbrannte Trauben aus biologischem Anbau

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Nein, das ist kein Angebot, sondern eine erschreckende Nachricht für uns gewesen.

Kurz vor Beginn der Weinlese bedrohte ein Waldbrand die Domaine de la Triballe und die in mehreren Waldlichtungen befindlichen Rebflächen.














links) der Blick vom Haus aus auf das herannahende Feuer - rechts) Blick auf die Lagerhalle

Dabei erzählte uns Olivier Durand während unseres Besuchs vor 2 Jahren, er sei mit großen Wassertanks und einer von Bäumen und Büschen befreiten Fläche rund um das Wohnhaus und dem Weinkeller gut gerüstet, einer solchen Gefahr zu begegnen. Da sich Olivier und Sabine Durand sich auf einer Weinmesse in Brüssel aufhielt, waren es ihre Töchter, die Feuerwehr und der Einsatz von Löschflugzeugen, die das Übergreifen des Feuers auf das Anwesen verhindern konnten.

Vernichtet wurden jedoch einige der Weinbauflächen die dem Wald am nächsten lagen. Auch ein Teil der Reben und Trauben, die durch Rauch und den Löschmitteln beeinträchtig wurden, ist für die diesjährige Weinproduktion nicht mehr zu gebrauchen. Nach mehreren ertragsschwachen Jahrgängen ein weiterer finanzieller Rückschlag für die Familie, die sich damit tröstet, dass es schlimmer hätte ausgehen können.

Wir werden versuchen, sie in den nächsten Jahren zu unterstützen.

Erich Hartl
hartl@weinpur.de
www.biowein-pur.de
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Freitag, 27. August 2010

La Renaissance des Appellations 2

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Die Mitgliedschaft bei der Vereinigung La Renaissance des Appellation sagt nichts darüber aus, ob ein Weingut zertifizierter Biowinzer ist oder nicht, sondern nur, dass er bestimmte Regeln einhält, die einen Wein erwarten lassen, der die Eigenschaften seiner Herkunft bestens repräsentiert und der das Gegenteil eines „uniformen“ Weins ist, wie sie weltweit erzeugt werden.

Folgende Weingüter haben wir als unsere Lieferanten ausgewählt, nicht weil Sie Mitglied bei La Renaissance des Appellations sind, sondern weil sie hervorragende Weine erzeugen:

Casavecchia, bio

Casina di Cornia, bio

Champagne Bedel, biologisch-dynamisch, Demeter

Château Falfas, biologisch-dynamisch

Château Fonroque, Bio – in Umstellung zu biologisch-dynamisch

Château Romanin, biologisch-dynamisch, Demeter

Clos de la Coulée de Serrant, biologisch-dynamisch, Demeter

Clos du Joncuas, bio

Domaine Cazes, biologisch-dynamisch, Demeter

Domaine de l'Ecu, biologisch-dynamisch, Demeter

Domaine de la Triballe, bio

Domaine Valentin Zusslin, Demeter

Fattoria Cerreto Libri, biologisch-dynamisch, Demeter

Geyerhof, bio

Nikolaihof Wachau, biologisch-dynamisch, Demeter

Poggio Trevvalle, bio

Sander, biologisch-dynamisch, Demeter

Erich Hartl

hartl@weinpur.de

www.biowein-pur.de


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Donnerstag, 26. August 2010

La Renaissance des Appellations 1

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Ist eine von Nicolas Joly (Clos de la Coulé de Serrant) gegründete Vereinigung von Winzern in verschiedenen Ländern, die dem ursprünglichen Gedanken einer Appellation (Herkunft) wieder mehr Beachtung einräumen. Ausgehend von der Tatsache, dass der „moderne Weinbau mit Chemie, künstlichen Düngemitteln, Enzymen, Reinzucht-und Aromahefen nicht nur den Metabolismus und die Photosynthese der Rebe, sondern auch den Charakter eines Weins weit von den natürlich im Boden vorhandenen Ressourcen entfernt. Wer hier Mitglied werden möchte, verpflichtet sich vor einem Notar, die Charta der Vereinigung zu befolgen und sich jederzeit von einem Mitglied der Vereinigung kontrollieren zu lassen. Dabei ist nicht die Rede von „bio“ oder „nicht bio“, sondern maßgebend ist die Einhaltung einer Arbeitsweise die den Ausdruck einer Appellation ermöglicht.

Um die Arbeit eines Winzers zu qualifizieren und ihnen den Übergang von einem Mindeststandard auf eine anspruchsvollere Arbeitsweise zu ermöglichen, wurde ein 3 – Stufen (3-Sternesystem) geschaffen, das jedem Mitglied erlaubt, nach seinen Möglichkeiten zu arbeiten:

1 Stern

Keine Herbizide, keine künstlichen Düngemittel, keine chemisch-synthetischen Produkte, keine systemische Produkte, keine Aromahefen.

2 Sterne

durch die fortschreitende technische Entwicklung wurde es möglich, die Aromen und den Geschmack eines Weins wieder herzustellen, der durch unangebrachte Weinbaupraxis verfälscht wurde. Eine Rückkehr zur natürlichen Arbeitsweise würde diese Technik überflüssig machen und den Originalgeschmack zum Ausdruck bringen. Hierzu ist er erforderlich, Keine maschinelle Weinlese, keine fremden Hefen, keine Enzyme, keine Mostkonzentration, keine Gefrierextraktion, keine Kältebehandlung des Weins bis zum Gefrierpunkt anzuwenden.

3 Sterne

keine Entsäuerung und keine Säuerung des Weins, Keine Ascorbinsäure, kein Potassiumsorbat keine Chaptalisierung auch nicht mit Mostkonzentrat einzusetzen.


Erich Hartl

hartl@weinpur.de

www.biowein-pur.de


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Donnerstag, 12. August 2010

Wein und seine Götter

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95 % der Winzer glauben immer noch an ihre Götter Bayer AG, Syngenta Agro, Omya AG Agro und zahlreiche andere, mit deren Hilfe sie meinen, der Natur ein Schnippchen schlagen zu können.
Ihr Risiko und ihre Arbeit zu minimieren, sowie ihren Profit zu steigern, ist ihnen mehr wert, als die Umwelt zu schützen und ihren Kunden gesunde Weine zu verkaufen.
Sie erzeugen Weine, die krebserregende Rückstände von Spritzmitteln enthalten, wie eine dem EU-Parlament am 26. 3. 08 in Brüssel vorgestellte Umweltstudie zeigt. Selbstverständlich lagen die festgestellten Rückstandswerte wie immer unterhalb der gesetzlich erlaubten Höchstgrenze.

5 % der Winzer sind Biowinzer, kritisch, Fragen stellend, suchend, forschend, Viel wissend, risikobereit, hart arbeitend, naturverbunden und bescheiden. Sie verwenden keine künstlichen Düngemittel und keine chemisch-synthetischen Produkte, die die natürliche Entwicklung der Reben und Trauben beeinflusst.
Unsere Partner verwenden größtenteils keine Reinzuchthefen und keine „Aromahefen“ sondern die auf den Trauben befindlichen natürlichen Hefen.
So entstehen natürliche, echte, charaktervolle,bekömmliche, nachhaltige und oft bessere und sogar hervorragende Spitzenweine die den Einfluss des Bodens und des Klimas widerspiegeln.

Erich Hartl
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Montag, 26. Juli 2010

Prosecco und Bio-Prosecco???

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Prosecco war bisher für weniger Eingeweihte ein sprudelndes und perlendes weinähnliches Getränk, das sich bei uns vor allem als Frizzante seit vielen Jahren großer Beliebtheit erfreut. Es sollte größtenteils aus der Rebsorte Prosecco erzeugt werden, was bei Billigprodukten selten der Fall war.

Um die Hochwertigkeit „echter“ Erzeugnisse aus der Proseccotraube, unabhängig ob es sich um Wein, Perlwein oder Schaumwein handelt, zu schützen, erfolgte Ende 2009 eine durch das italienische Landwirtschaftministerium betriebene und von der EU bestätigte Verordnung.

Darin werden die besten Produktionszonen Conegeliano und Valdobbiadene vom Prosecco DOC zum Prosecco DOCG – Gebiet, und die bisherigen Prosecco IGT (Belluno, Gorizia, Padova, Pordenone, Treviso, Triest, Udine, Venedig und Vicenza ) Gebiete zu Prosecco DOC -Gebieten aufgewertet.

Prosecco darf nur noch in diesen Gebieten zu Wein, Frizzante oder Spumante verarbeitet und nur noch in Glasflaschen die weiß, gelb, grün, braun oder grau-schwarz sein müssen, abgefüllt werden. Erlaubte Flaschenverschlüsse für Prosecco Frizzante sind Kork, Kunststoff und Drehverschlüsse. Prosecco in blauen Flaschen oder in Blechdosen darf es demnach nicht mehr geben.

Damit ist Prosecco ein Produkt eines geografisch bestimmten Anbaugebiets aus einer Rebsorte, die bisher Prosecco und ab 2010 Glera genannt wird.

Wein und weinähnliche Erzeugnissse aus der Proseccorebe die außerhalb der DOCG und DOC Gebiete stammen, dürfen nicht mehr Prosecco, sondern müssen Glera (Wein, Frizzante oder Spumante) genannt werden.

Es bleibt zu hoffen, dass nicht zu viele Ausnahmeregelungen erteilt werden und tatsächlich eine Qualitätssicherung eintreten wird.


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Erich Hartl

hartl@weinpur.de

www.bioweinpur.de

Freitag, 16. Juli 2010

Warum ist Wein, auch Biowein teurer oder billiger? Folge 1-1

Warum ist Wein, auch Biowein teurer oder billiger? Folge 1-1

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Oben: Manuelle Weinlese von Weinreben, die im Buschsystem gepflanzt sind und deshalb nicht maschinell gelesen werden können. Vorteil: unreife, überreife, faule oder schimmelige Trauben können bereits am Rebstock ausgelesen und entfernt werden. Cooperative Jesus del Perdon in La Mancha, Erzeuger der Weine Mundo de Yuntero

Unten: Neu angelegter Weinberg im Drahter-ziehungssystem als Voraussetzung für eine maschinelle Ernte. Vorteil: bessere Belüftung der Reben, dadurch geringerer Pilzbefall. Kann auch manuell geerntet werden. Cooperativa Jesus del Perdon in La Mancha

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Oben: Manuelle Weinlese von Airen-Trauben Von Mitgliedern der Cooperativa Jesus del Perdon in der Region La Mancha. Nachteil: hoher Arbeitsaufwand und damit hohe Kosten.Cooperative Jesus del Perdon in La Mancha,Erzeuger der Weine Mundo de Yuntero

Unten: Modernste Erntemaschine, die im Gegensatz zu Älteren so eingestellt werden kann, dass sie nur optimal reife und gesunde Trauben erntet. Vorteil: geringer Personalaufwand. Nachteil: Hohe Anschaffungskosten, nur für große Flächen wirtschaftlich.

Testeinsatz auf der Tenuta San Vito

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