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| Auf dem Weg zu Château Romanin in der Provence. Bild: Weingut |
Samstag, 23. März 2019
Bio-dynamische Landwirtschaft nach den Regeln von Rudolf Steiner
Freitag, 9. November 2018
Wenn Wein nicht schmeckt
Wenn Wein nicht schmeckt, kann es an der Qualität des Weines liegen. Es gibt aber auch einige andere Gründe, die den Weingenuß beeinträchtigen können:
Wein schmeckt, wenn er harmonisch ist. Also weder zu sauer, zu süß, zu herb oder zu bitter.
Wie stark diese Eigenschaften bemerkbar sind und als störend empfunden werden, hängt auch vom Reifegrad eines Weins ab. Ein junger Wein kann und darf unharmonisch sein. Im Verlauf seiner Lagerung kann er sich dann aber durchaus positiv entwickeln. Um unseren Kunden annähernd trinkreife Weine liefern zu können, lagern wir gute Weine gerne etwas länger, bevor wir sie verkaufen. Dies verursacht Lagerkosten, die wir in die Verkaufspreise einkalkulieren.
Wein kann fehlerhaft sein. Fehlnoten im Wein können entstehen, wenn bei der Lese nicht sorgfältig genug darauf geachtet wird nur einwandfreie Trauben zu ernten. Verschmutzte Weinpressen, Pumpen, Schläuche, alte, ungepflegte Fässer, fördern das Bakterienwachstum, das wiederum den Geruch und den Geschmack des Weines negativ beeinträchtigt. Auch fehlende Kenntnisse bei der Weinbereitung sind oft Ursache von Weinfehlern. Solche, oft billiger angebotene Weine kaufen wir nicht!
Sehr oft liegt es auch am Weintrinker, wenn Wein nicht schmeckt:
Wein sollte man nicht erst am Nachmittag oder online „just in time“ kaufen, wenn man ihn am selben Abend servieren will. Guter Wein benötigt nach dem Transport, bei dem er unterschiedlichen Temperaturen und ständigem Rütteln ausgesetzt ist, mindestens eine Woche Ruhe. Weißwein oder Rosé-Wein kühlt man am schonendsten, wenn man ihn einen Tag vor dem Servieren ins oberste Fach des Kühlschranks legt. Von der Schnellkühlung im Tiefkühlfach raten wir Ihnen ab. Ideal wäre ein Weinkühlschrank der auf jeder Etage auf unterschiedliche Temperaturen einstellbar ist und für alle Weintypen geeignet ist.
Wein muss während seines mehr oder wenigen langen Lebens richtig gelagert werden und nicht zu früh und nicht zu spät getrunken werden. Um den richtigen Zeitpunkt zu treffen, benötigen Sie Informationen über die Eigenschaften der verwendeten Rebsorte und über die Art der Weinernte, der Weinbereitung und Reifung, aber auch über die Erntemenge je Hektar und die Wetterbedingungen des entsprechenden Jahrgangs. Wir haben alle diese Informationen für Sie in unseren Weinbeschreibungen zusammengestellt. Dort können Sie auch erfahren, wie lange der Wein gelagert werden kann.
Übrigens, es gibt keine feste Regel wie lange Wein haltbar ist. Schlechter Wein wird durch eine Lagerung nicht besser. Auch schwache Weine in Barriques reifen zu lassen, ist kein gutes Rezept. Guter Wein gibt seine Aromen und Geschmackskomponenten zwar erst ab einem bestimmten Alter, einer bestimmten Temperatur und nach entsprechender Belüftung im Glas oder in einer Karaffe frei, aber auch das ist von Wein zu Wein unterschiedlich.
Übrigens, es gibt keine feste Regel wie lange Wein haltbar ist. Schlechter Wein wird durch eine Lagerung nicht besser. Auch schwache Weine in Barriques reifen zu lassen, ist kein gutes Rezept. Guter Wein gibt seine Aromen und Geschmackskomponenten zwar erst ab einem bestimmten Alter, einer bestimmten Temperatur und nach entsprechender Belüftung im Glas oder in einer Karaffe frei, aber auch das ist von Wein zu Wein unterschiedlich.
Wenn Sie Wert auf Genuss und gute Weine legen - und damit meine ich nicht unbedingt teure Weine - dann wäre es schade, wenn Sie sie aus den falschen Gläsern trinken würden. Immer wieder erleben wir in Privathaushalten, dass man relativ gute Weine serviert, die aber nicht zur Geltung kommen, weil man an den Gläsern spart. Den Aufwand dafür müssen Sie auch nicht auf die Spitze treiben, aber 15-20 Euro für ein Glas sollten Sie schon ausgeben. Sehr gute Erfahrungen bei Weinproben sowie auch im privaten Bereich haben wir mit den Gläsern der Serie „Sensis Plus“ der Glasmanufaktur Eisch gemacht.
Wir empfehlen Sie sehr gerne, weil sie dünnwandig, fein und elegant sind und so den Duft und den Geschmack eines Weins hervorheben, aber auch Schwächen und Fehler aufzeigen. Diese Gläser können Sie auch bei uns zu einem günstigen Preis erhalten. Wir senden Ihnen gerne ein Angebot.
Damit wären Sie für den Genuss guter Weine gerüstet. Nun gilt es, gutem Wein, der mit großer Sorgfalt erzeugt wurde, Ihre Aufmerksamkeit zu widmen. Sehen Sie sich seine Farbe vor einem weißen Hintergrund an, bewegen Sie ihn im Glas, um sein Viskosität und Dichte zu sehen, stecken Sie Ihre Nase ins Glas und nehmen Sie die Düfte wahr, die mehr oder weniger flüchtig sind und sich von Minute zu Minute ändern können. Dann nippen Sie nicht nur am Glas sondern nehmen einen kräftigeren Schluck in den Mund, lassen Sie ihn im ganzen Mund kreisen und ziehen Sie dazu etwas Luft in den Mund. Sie werden Aromen wahrnehmen, die Sie bisher vermisst haben. Schlucken Sie den Wein und um zu wissen wie nachhaltig der Wein ist, zählen Sie die Sekunden während derer der Geschmack danach noch spürbar ist.
Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/
Freitag, 26. Oktober 2018
Biosiegel
In Deutschland gibt es ungefähr 100 Biosiegel. Die wichtigsten sind die der Verbände Bioland, Naturland, Demeter, und speziell für Biowein ECOVIN. Ihre Richtlinien gehen über die Anforderung des EU-Biosiegels hinaus, das europaweit verbindliche Standards setzt.
Vergleichbare Verbände für die Erzeugung von Biolebensmittel und Biowein gibt es auch in allen anderen Ländern der EU. Ihre Richtlinien setzen ebenso höhere Anforderungen wie die deutschen Verbände. Alle berücksichtigen sie die jeweiligen klimatischen Bedingungen, die Landwirte und Winzer vor unterschiedliche Probleme stellen.
Gemeinsam ist allen europäischen Bio-Verbänden, dass ihre Mitglieder relativ hohe Beiträge bezahlen. Dafür erhalten sie Beratung und können das Biosiegel in ihrem Marketing verwenden. Die regelmäßigen kostenpflichtigen Kontrollen, die die EU-Bio-Verordnung fordert, sind in den Beiträgen nicht enthalten. Die Mitglieder müssen die Kontrollen zusätzlich berappen.
Darüber hinaus gibt es das EU-Bio-Siegel, das weniger strenge Auflagen hat. Die Anforderungen dieses Siegels können in allen EU-Ländern eingehalten werden. Um dieses Siegel verwenden zu können, muss der Erzeuger nur die Kosten der Kontrollen gemäß EU-Bio-Verordnung tragen. Und diese sind geringer als die Kosten der Kontrollen der wichtigen Biosiegel.
Es sind eindeutig die hohen Kosten für Mitgliedsbeiträge der Bioverbände und nicht die niedrigeren Anforderungen, die manche unserer Winzer veranlassen, nur das EU-Bio-Siegel zu verwenden.
Ihre Arbeitsweise in den Weinbergen und im Keller unterscheidet sich nicht von Winzern, die Mitglieder in Anbauverbänden sind. Auch bei der Weinbereitung im Keller gibt es keine Unterschiede. Die gibt es lediglich beim Schwefelgehalt. Weine aus dem Süden enthalten nur 10 bis 70 % des zugelassenen Gehalts an Schwefel, während Weine aus dem Norden die Höchstgrenzen nahezu erreichen.
Für Qualitäts-und verantwortungsbewusste Biowinzer besteht kein sachlicher Grund „nur“ nach den Vorgaben von EU-Bio zu arbeiten, die sie ohnehin in allen Belangen unterschreiten, wie unsere Umfrage bei unseren Lieferanten ergab.
Große Kellereien, Abfüllbetriebe, Einkäufer von Fasswein, Discounter, Supermarktketten und Genossenschaften könnten jedoch vom EU-Biosiegel profitieren. Da sie die Herkunft der Weine dem Verbraucher gegenüber nicht offenlegen müssen, stehen unlauteren Methoden Tür und Tor offen.
Wir von Biowein [pur] geben uns nicht mit einem Biosiegel auf dem Flaschenetikett zufrieden. Wir besuchen unsere Lieferanten regelmäßig und sehen uns vor allem die Lage und den Zustand der Weinberge an, die für die ökologische und gastronomische Qualität von Biowein maßgebend sind.Erich Hartl
hartl@weinpur.de
http://www.biowein-pur.de
Mittwoch, 3. Oktober 2018
Mit Begriffen wie Naturwein, natural wine, naked wine, naturreiner Wein oder schwefelfreier Wein wird neuerdings um Kunden geworben.
Auch wir würden Ihnen gerne solche Weine anbieten und deshalb wollten wir zunächst herausfinden was sich dahinter verbirgt.
Es gibt keine allgemeingültigen und verbindlichen Regeln, aber die Basis ist wohl die biologische Arbeitsweise im Weinberg. Ob hier auf Schwefel oder Kupfersulfat im Weinberg verzichtet wird um dem Begriff „Naturwein“ gerecht zu werden, liegt in der Risikobereitschaft eines Winzers, seine Ernte aufs Spiel zu setzen.
Bei der Weinbereitung werden keine Sulfite (Schwefel) zugesetzt. Hier muss der während der alkoholischen Gärung als Nebenprodukt entstehende (endogene) Schwefel die Funktion des sonst zugegebenen Schwefels ersetzen. Die Menge dieses Schwefels ist abhängig von den Hefen, sei es von zugesetzten Reinzuchthefen oder den auf den Trauben befindlichen Hefen, die je nach Rebsorte, Weinberg und Jahrgang unterschiedlich hoch sein können. Die Menge dieses Schwefels kann 50 – 60 mg/l betragen. Folglich kann es keinen schwefelfreien Wein, sondern nur Wein ohne zugesetzte Sulfite geben.
Wir bewundern den Mut und das finanzielle Risiko von Winzern, die sich das Ziel gesetzt haben Naturweine zu erzeugen. Offensichtlich ist das nur ausnahmsweise in besonders guten Jahren und von Trauben allerbester Qualität möglich, vorausgesetzt, sie werden zum richtigen Zeitpunkt geerntet. Vorzugsweise frühzeitig, so dass noch mehr Säure in den Trauben enthalten sind als sonst. Natürlich sind dazu nicht alle Rebsorten geeignet. Säure- und Tannin-reiche Trauben (Cabernet Sauvignon, Riesling, Barbera, Carignan) und eine lange Maischestandzeit und Maischegärung sind erforderlich um die konservierenden Stoffe zu extrahieren. Folglich enthalten solche Naturweine mehr Säure und Gerbstoffe, was nicht jedermanns/frau Geschmack trifft.
Nur Im Idealfall schmecken solche Weine hervorragend, die große Anzahl der von uns probierten Weine bereiteten keinen Genuss, viele waren oxydiert und ungenießbar. An ihrer Lagerfähigkeit darf gezweifelt werden.
Weil Wein zu den Genussmitteln zählt und unsere Bioweine Trinkgenuss bereiten sollen, wäre „Naturwein“ für uns nur ein Marketinginstrument ohne inhaltliche Bedeutung. Deshalb werden wir keine Naturweine in unser Sortiment aufnehmen, es sei denn, wir würden einen Naturwein entdecken, der unsere Vorstellungen hinsichtlich seines Aussehens, des Duftes und des Geschmacks wirklich erfüllt.
Sonntag, 3. September 2017
Weinreben - Boden - Umwelt
Bei einer Fahrt durch viele Weinregionen
wird man von einem unüberschaubaren Meer von Wein-reben umgeben. Soweit das Auge reicht, nichts als
Weinreben und dazwischen nackte, festge-fahrene Erde oder ein spärlicher Bewuchs mit Pflanzen, die eine
Resistenz gegen Herbizide entwickelt haben. Dies ist eine Monokultur auf totem
Boden, in dem das natürliche Gleichgewicht gestört ist und dessen Bewirtschaftung ohne Einsatz von Mineraldünger,
Insektizide und Fungizide nicht funktionieren würde.
Können Sie sich vorstellen, dass ein kleiner Weinberg ökologisch
sauber sein kann, wenn er teilweise oder komplett von Weinbergen umgeben ist
die mit Chemikalien behandelt werden?
Ich nicht, denn die Abdrift der Spritzmittel führt unweigerlich zur
Kontamination des Bioweinbergs und der daraus erzeugter Weine. Diese ist jedoch kein Grund, diesen
Weinberg nicht als ökologisch zu zertifizieren?!
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| Weinbaufläche in extremer Monokultur in Deutschland, wie man sie auch in anderen Ländern sieht. |
Deshalb kaufen und verkaufen wir nur von Winzern deren Weinberge
sich in „Alleinlage“ befinden oder durch Wald und Hecken vor fremden
Einflüssen geschützt sind.
Daher unser Name Biowein[pur].
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| Weinbau in komplett isolierter, ökologisch intakter Tallage mit vielfältigem Bewuchs (Mas Estela, Spanien) |
Wir von Biowein[pur] wissen woher Bioweine kommen können und
woher unsere Bioweine kommen.
Erich Hartl
Mittwoch, 23. August 2017
Was hat trockener deutscher Wein mit der Abgasverordnung für Kraftfahrzeuge gemeinsam?
Käufer beider Produkte werden bewusst hinters Licht geführt!
Bei Wein erlaubt das deutsche Weingesetz die
Geschmacksbezeichnung „trocken“, obwohl sie bis zu 9 g/l Zucker enthalten
dürfen, vorausgesetzt, der Säuregehalt liegt nicht mehr als 2 g/l darunter. Das klingt kompliziert, der Grund dafür
ist jedoch einfach.
Wenig Sonne in nördlich gelegenen Weinbergen und hohe
Ernteerträge lässt Trauben nicht vollständig reifen. Sie enthalten
verhältnismäßig viel Säure und wenig Zucker. Wenn man sie gären ließe bis der natürliche Zuckergehalt bis auf einen kleinen, natürlichen Rest
von 3 g/l in Alkohol umgewandelt ist, ergäbe es dünne Weine mit einem Übermaß
an aggressiver Säure.
Sie wären ungenießbar und unverkäuflich.
Bekanntlich ist Zucker ein Geschmacksträger der dünne Weine geschmackvoller und runder erscheinen lässt. Er überdeckt geschmacklich die zu viel enthaltene Säure, zumindest dann, wenn man solche Weine gut gekühlt trinkt. Erst bei wärmerer Temperatur wird die Disharmonie zwischen Zucker und Säure deutlich. Davon abgesehen, eignen sie sich nicht als Speisebegleiter, da Zucker die Geschmacksknospen am Gaumen betäubt und dadurch der Geschmack der Speisen nicht mehr wahrgenommen werden kann.
Sie wären ungenießbar und unverkäuflich.
Bekanntlich ist Zucker ein Geschmacksträger der dünne Weine geschmackvoller und runder erscheinen lässt. Er überdeckt geschmacklich die zu viel enthaltene Säure, zumindest dann, wenn man solche Weine gut gekühlt trinkt. Erst bei wärmerer Temperatur wird die Disharmonie zwischen Zucker und Säure deutlich. Davon abgesehen, eignen sie sich nicht als Speisebegleiter, da Zucker die Geschmacksknospen am Gaumen betäubt und dadurch der Geschmack der Speisen nicht mehr wahrgenommen werden kann.
Da Zucker seit langem ein billiges Hilfsmittel der Nahrungsmittelindustrie
ist, lag es nahe, auch Winzern den Griff in den Zuckersack gesetzlich zu
erlauben.
- Süße Weine enthalten mehr Schwefel als trockene Weine
- Weine aus Deutschland und anderen nördlich gelegenen Weinbaugebieten enthalten in der Regel mehr Schwefel als Weine aus dem Süden.
- Weißweine enthalten mehr Schwefel als Rotweine
- Wenn Sie als „trocken“ etikettierte Deutsche Weine kaufen möchten, lassen Sie sich eine Weinanalyse zeigen aus der der Zuckergehalt hervorgeht.
- Wenn Sie natürliche, trockene, durchgegorene, harmonische Weine suchen, dann klicken Sie bitte auf folgenden Link: Bio- und biodynamische Weine
Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/
Freitag, 18. August 2017
Wein aus biodynamischer Erzeugung
Der Begriff
„biodynamischer Anbau“ ist zwar allgemein bekannt, aber nur Wenige kennen den
Unterschied zwischen biologischer und biodynamischer Landwirtschaft, den es
trotz aller Gemeinsamkeiten gibt.
Sowohl im Bioweinbau
als auch im biodynamischen Weinbau dürfen keine Herbizide, Pestizide, Kunstdünger und keine chemisch-synthetischen
Fungizide verwendet werden. Erlaubt sind geringe Mengen an Kupfersulfat (maximal
6 kg pro Hektar) gegen Pilzkrankheiten, das ist wesentlich weniger als im konventionellen Weinbau. Im
Übrigen funktioniert sowohl „bio“ als auch „biodynamisch“ nach dem Prinzip,
Vorbeugen um Krankheiten und Insektenbefall zu vermeiden, statt Krankheiten und
Insekten mit Giftstoffen zu bekämpfen. Erreicht wird dies mit gesunden,
lebendigen Böden, der Düngung mit Kompost, Einsaat von stickstoffbildenden
Leguminosen, (Klee, Wicken, Bohnen, Raps, Inkarnatklee, Buchweizen, Ölrettich,
Senfsamen, Gesteinsmehl, Algenmehl u.a.. Zur vorbeugenden Behandlung und zum
Schutz der Reben stehen beiden Methoden zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung
(schwefelsaurer Ton, Brennnesseljauche, Baldriantropfen, Baldriantee, Propolis,
Eichenrindensud und sonstige Pflanzenextrakte.
Im biodynamischen
Weinbau werden eigens angesetzte Präparate, die in hoher Verdünnung wie homöopathische
Medikamente angewendet. Diese werden
von den Winzern selbst hergestellt und bei bestimmtem Stand des Mondes und der
Gestirne dynamisiert (die festen Bestandteile der Präparate werden in einem
Fass mit Wasser in eine be-stimmte Richtung verrührt. Sie dienen den Pflanzen
als Stärkung, als Düngung, zur Vorbeugung gegen Pflanzenkrank-heiten,
schädliche Insekten und sie erhöhen die Wirkung der Sonneneinstrahlung. Diese
Präparate werden bei entsprechendem Stand der Gestirne eingesetzt, je nachdem
ob die Wurzeln, oder die oberirdischen Teile einer Pflanze behandelt werden.
Dies trifft auf alle Arbeiten an den Reben zu, und selbst für das Füllen des
fertigen Weins in Flaschen wird diese Regel beibehalten. Demeter ist der bekannteste Verband für biodynamische
Landwirtschaft mit den strengsten Richtlinien sowohl für die
landwirtschaftlichen Aspekte als auch für die Weinbereitung. Da die biodynamische
Landwirtschaft auf dem Prinzip der geschlossenen Kreislaufwirtschaft beruht, kann
beispielsweise kein Winzer ohne eigene Tierhaltung Demeter-Winzer werden, denn
Kuhdung wird zur Erzeugung von Kompost benötigt der zur Düngung der Reben
eingesetzt wird. Ersatzweise ist es möglich, sich von einem anerkannten
Demeter-Landwirt mit Dung beliefern zu lassen.
Ein weiterer Verband speziell für
biodynamischen Weinbau basierend auf den Richtlinien des Demeter-Bundes ist „Biodyvin“ . Mitglieder in diesen Verbänden arbeiten
grundsätzlich nach deren Vorgaben, zahlreiche andere Biowinzer wenden aus
unterschiedlichen Gründen nur einzelne Teile des biodynamischen Weinbaus an.
Sie mögen biodynamische Methoden für Hokuspokus, für eine esoterische
Spinnerei halten, aber sie steigern die Qualität der Böden, die Reben werden
widerstandsfähiger und schließlich bewirken sie eine deutliche Qualitätszu-nahme
der Weine. Beim biodynamischen Weinbau handelt es sich keinesfalls um eine
clevere Marketingidee, sondern um eine Möglichkeit für Erzeuger hochwertiger
Weine, diese durch die Einführung biodynamischen Weinbaus noch weiter zu
verbessern. Wie wäre die Einführung biodynamischer Arbeitsweisen von absoluten
Top-Weingütern die keinerlei Absatzprobleme haben und deren Weine
Verkaufspreise von bis zu 3.000 /Fl. erreichen sonst zu erklären? Hier sind einige Beispiele: Romanée
Conti, Pontet Canet, Foradori, Didier Montchovet, Domaine Leflaive, Domaine
Leroy, Dominio de Pingus, Peter Jakob Kühn und andere.
So teuer muss biodynamisch erzeugter Wein zwar nicht sein wie unser Angebot von Château Romanin, Pares Balta, Weingut Sander, Champagne Bedel, Domaine Cazes, Nikolaihof, Dominio Romano, Gratavinum und Mas Estela beweist. Andererseits kann biodynamisch erzeugter Wein aufgrund des wesentlich höheren Aufwands niemals billig sein.
Biodynamische Weine von Biowein[pur] Hartl mit allen Sinnen genießen!
Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/
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