Dienstag, 26. August 2014

Weindüfte und Weinaromen


Wo kommen die traubenfremden Düfte und Aromen in Wein her?
Haben Sie sich jemals gefragt, warum um alles in der Welt Wein nach fast allen Beeren, Früchten, Blumen, Kräutern, Gewürzen, Butter duftet, aber nicht nach Trauben? Vielleicht können Sie die Beschreibungen von Wein in der Fachpresse, von Sommeliers und Weinhändlern (oft übertrieben) nicht nachvollziehen?
Wurden etwa bei der Weinbereitung neben Trauben noch andere Früchte verwendet?
Ich möchte Sie beruhigen, unsere Bioweinweine werden ausschließlich aus Trauben erzeugt.
Also wo kommen die traubenfremden Aromen und Düfte im Wein her?
Diese Aromen und Düfte nennt man Sekundäraromen, weil sie erst während der alkoholischen Gärung entstehen. Hierbei wird der in den Trauben befindliche Zucker in Alkohol und Kohlensäure (entweicht) umgewandelt. Dabei verändern sich auch die im Most enthaltenen weiteren Inhaltsstoffe (Säuren, Glucose, Fructose) und bilden unzählige komplexe chemische Verbindungen, die als Duft- und Aroma im Wein wahrgenommen, und bekannten Beeren, Früchten, Milchprodukten und dergleichen zugeordnet werden können.
Eine bedeutende Rolle für die Entstehung dieser Düfte spielt die für die Vergärung verwendete Hefe.
Wobei nur die auf den Trauben befindliche Hefe (wenn Sie nicht durch das Spritzen von Fungiziden vernichtet wurde), für den typischen Charakter einer Traubensorte, den Weinberg in dem die Trauben wuchsen, und den Jahrgang mit seinen ganz spezifischen Witterungsbedingungen sein. Mit wenigen Ausnahmen werden unsere Biowein mit den traubeneigenen Hefen vergoren.
Der Einsatz von Fungiziden im konventionellen Weinbau zerstört oder schädigt die natürlich vorhandenen Hefen auf den Trauben. Folglich müssen zur Gärung fremde Hefen (aus anderen Traubensorten gewonnen) eingesetzt werden. Auch manche Biowinzer verwenden diese Hefen um das Risiko einer Fehlgärung zu vermeiden.
Eine weitere Möglichkeit, Weine mit stark ausgeprägten Aromen und Duftnoten zu erzeugen, besteht darin, speziell gezüchtete Hefesorten (Aromahefen) einzusetzen. Kurzzeitig begeistern solche Weine mit Ihren Düften, die jedoch sehr flüchtig sind und bereits nach einer Weile im Glas kaum noch wahrnehmbar sind. Eine wenig nachhaltige, aber wirkungsvolle Methode Weintrinker zu täuschen.
Erich Hartl


Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Freitag, 25. Juli 2014

Biowein von Antica Enotria


So erklärt Raffele di Tuccio seine Entscheidung, biologischen Weinbau zu betreiben:

Der Rhythmus der Erde. Komplex und undurchdringlich wie das Leben. Das Schweigen des Landes, seiner Stimme der Jahreszeiten mit Regen und der Sonne.

Der Rhythmus der Erde. Jeder Tag ist anders, mächtig oder unterwürfig. Man kann es hören und fühlen wie sich Mutter Natur nach ihrem Rhythmus verändert, bis man bemerkt, dass der Rhythmus der Erde und der eigene Rhythmus das gleiche Tempo zu halten.

Tag und Nacht, Schnee und Wind, Arbeit und Ruhe, die Erde und ich.

Wir teilen das gleiche Tempo, die Stunden und Tage, langsam verstehen wir die Spielregeln, die niemand überschreiten kann, ohne die Konsequenzen zu spüren.

Plötzlich merkt man, dass die Ausbeutung und Vergiftung des Bodens einher geht mit unserer eigenen Ausbeutung und Vergiftung. Man teilt das Schicksal der Erde und beginnt das Land auf dem man arbeitet und lebt zu respektieren.

Die Reben wachsen langsam im Rhythmus der Natur, die Trauben reifen behutsam aber unaufhaltsam, aber sie verstehen warum.

Ihre Früchte sind jetzt noch wertvoller und der daraus gewonnene Wein ist voll und reift im Fass langsam seiner Bestimmung entgegen, Menschen die unsere Philosophie schätzen, Genuss und Freude zu bereiten.

Dieses Leben als Biolandwirte und Biowinzer haben wir, mein Sohn und ich, vor vielen Jahren gewählt.

Mein Name ist Raffaele Di Tuccio und mein Land ist Apulien. Mein Sohn Luigi, meine Frau Antonia und ich laden Sie ein, uns zu besuchen um den Rhythmus des Landes zu erleben.

(von Raffaele di Tuccia, Antica Enotria, frei übersetzt von Erich Hartl)

Die Weine von Antica Enotria erhalten Sie bei www.biowein-pur.de

Mittwoch, 25. Juni 2014

Biowein – so treffen Sie die richtige Wahl (III)


Und so viel sollten Sie bereit sein für gute Weine bei uns zu bezahlen, dann garantieren wir Ihnen in jeder Preislage einen sehr guten Gegenwert:
  •   4 - 6    für ehrliche und gute Alltagsweine aus preis- und klimatisch günstigen Regionen.
  • 6 - 8    für sehr gute Landweine und Qualitätsweine aus preisgünstigen (Grundstückspreise) Anbauregionen. 
  • 8 - 12 €  für gute Qualitätsweine (geringere Erträge, sorgfältiger Ausbau).
  • 12 - 20 €  für sehr gute Qualitätsweine (ältere Reben, aufwändiger Pflege der Reben, kleine Erträge,  Reifung in Barriques, längere Reifezeit)
  • 20 - 50 €  für hochwertige Weine aus berühmten Lagen z.B. Brunello, Barolo, Chateauneuf du Pape, Cru Classé und Weine berühmter Weingüter.
  • 50 +  für Prestigeweine deren Qualität den Preis oft nicht rechtfertigt
Je nach Weinerfahrung und persönlicher Vorliebe kann ein preisgünstigerer Wein mehr Gefallen finden als ein hochpreisiger Wein. Um dies herausfinden und ein breites Spektrum unterschiedlicher Weine kennenzulernen können, bieten wir Ihnen folgende Möglichkeiten an:
Diverse Probierabonnements in unterschiedlichen Preisstufen mit jeweils 10 % Rabatt und im 1. Jahr versandkostenfreier Lieferung.
Dies ist kein Werbeangebot mit 6 Flaschen Wein, 6 Weingläsern und sonstigem Schnickschnack und 50 % Rabatt, sondern eine unkomplizierte Möglichkeit, gute und sehr gute Bioweine zu fairen Preisen in Ruhe zu Hause zu probieren. 
Diverse Probierpakete mit jeweils 6 Flaschen Biowein mit 5 % Rabatt
zusammengestellt aus Weinen eines Landes, einer Region,  eines Weinguts, einer Rebsorte, einer Preisklasse.

Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Freitag, 13. Juni 2014

Biowein – so treffen Sie die richtige Wahl (II)


Den richtigen Wein zu finden ist fast so schwierig wie den richtigen Lebenspartner. Selten gelingt dies  beim ersten Aufeinandertreffen.
Deshalb sollte man sich und dem Wein Zeit lassen und ihn bis zum Servieren gut behandeln. Dazu gehört:
  • Eine angemessene Ruhezeit nach dem Transport, mindestens eine Woche sollte es sein. Wodurch schlechte oder fehlerhafte Weine leider nicht besser werden.
  • Ebenso wichtig sind passende Gläser, die Sie auch bei uns finden! Denken Sie daran, selbst beste Weine kommen in ungeeigneten Gläsern nicht zur Geltung! Dabei müssen Sie kein Vermögen dafür ausgeben!
  • Die Trinktemperatur beeinflusst die Wahrnehmbarkeit von Aromen in der Nase und im Mund. 
  • Probieren Sie einfach aus, bei welcher Temperatur Ihre Weine am besten schmecken.
  • Probieren und wählen Sie Weine dort aus, wo Sie sie später auch konsumieren, das wird meist zu Hause sein. Ideal ist ein heller und geruchfreier Raum.
  • Weinproben im Urlaub oder im Vorbeigehen ermöglichen kein objektives Urteil
  • Probieren Sie einen Wein an 2 – 4 Tagen hintereinander und notieren Sie sich die jeweiligen Eindrücke.
  • Laden Sie weininteressierte Freunde dazu ein und sprechen Sie über Ihre Eindrücke.
  • Finden Sie heraus, warum Ihnen ein Wein schmeckt oder nicht schmeckt. Zu sauer, süß, bitter? Stehen die einzelnen Komponenten des Weins in richtigem Verhältnis zueinander?
    Ist ein Wein harmonisch und ausgeglichen? Erscheint Ihnen ein Wein zu jung? Dann lassen Sie ihn noch einige Monate oder Jahre reifen. Ist ein Wein zu alt, lässt seine Intensität nach, oder ist er sogar schon oxydiert, dann haben Sie versäumt ihn rechtzeitig zu trinken

 
Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Dienstag, 27. Mai 2014

Biowein – so treffen Sie die richtige Wahl (I)


Qualität, Nachhaltigkeit und Nachvollziehbarkeit der Herkunft
Wenn Sie Wert auf echte Qualität legen, kaufen Sie nur Weine, die in dem Weingut in Flaschen gefüllt wurden, das die Reben angebaut, die Trauben geerntet und daraus den Wein bereitet hat.  Auf den Etiketten dieser Weine ist der Name des Weinguts oder des Winzers und der Ort des Weinguts vermerkt und je nach Herkunft mit  dem Hinweis:  mis en bouteille par le Propriétaire, a la Propriété, aux Château, aux Domaine,   Embottellado para :….  produced and bottled by :…., imbottigliato  all’orgigine da :….ect. versehen.
Der Grund für meine Empfehlung  ist ein verständliches Verhalten aller Winzer, die ihre besten Weine in Flaschen füllen und unter eigenem Namen vermarkten. Weine minderer Qualität werden als «Faßweine», «Tankware», «en Vrac» oder «Bulk wines» an Händler und Abfüllbetriebe verkauft, die weniger auf Qualität als auf einen niedrigen Preis achten. Die Herkunft dieser Weine muss auf den Etiketten nicht angegeben werden. Es reicht aus, den Abfüller mit dem amtlichen Zahlencode zu vermerken.
Winzer und Weingüter schaffen sich auf diese Weise einen beständigen Ruf als Erzeuger hochwertiger Weine und erzielen durch den Verkauf ihrer Flaschenweine ein angemessenes Einkommen, während die Preise für «Tankweine» meist die Kosten der Erzeugung nicht decken.
Zu Ihrer Sicherheit und für maximalen Genuss finden Sie bei uns nur Original Weingutabfüllungen!
 
Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Mittwoch, 30. April 2014

Spargel

@Rainer Sturm / www.pixelio.de

Auch Italiener und Franzosen können spargelschälen!
Man tut es aber nicht so oft, denn in Italien wird vorwiegend grüner Spargel und in Frankreich violetter Spargel gegessen, die je nach Sorte nicht, oder nur im unteren Teil geschält werden müssen.
Die unterschiedliche Farbe des Spargels geht nicht nur auf die Art der Ernte – (weiß im Boden, grün und violett oberhalb) sondern auch auf unterschiedliche Sorten zurück. Ein weiterer Unterschied liegt im Aroma und Geschmack. Weißer Spargel ist feiner und neutraler im Geschmack, grüner und violetter Spargel aromatischer und geschmackvoller.
Diese Eigenschaften sollten natürlich auch bei der Weinauswahl berücksichtigt werden.
Zu weißem Spargel empfehle ich Ihnen den Weißen Burgunder vom Weingut Sander
zu grünem Spargel einen Cataratto aus Sizilien oder einen Pinot Grigio aus dem Veneto,  zu Violettem würde der Côtes de Provence der Domaine du Jas d’Esclans gut passen.


Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Dienstag, 1. April 2014

Montepulciano?


Wer sich nicht näher mit Wein beschäftigt, kennt Montepulciano vielleicht als malerisches, antikes Städtchen hoch oben auf einem Hügel in der südlichen Toskana.
Weinbegeisterte reisen dorthin um berühmte Weingüter zu besuchen um dort einen Wein, den Vino Nobile di Montepulciano zu probieren, der relativ hochpreisig ist. Wer sparsamer ist, begnügt sich mit dem Rosso di Montepulciano, die beide überwiegend aus der Rebsorte Sangiovese erzeugt werden.

Weniger Versierte verwechseln die vorher genannten Weine mit einem anderen Wein der Montepulicano d'Abruzzo heißt und in der  Region Abbruzzo, südöstlich der Toskana  aus der Rebsorte Montepulciano erzeugt wird. Ihnen rate ich zu diesem Wein, der weniger Säure und Gerbstoffe aufweist und bereits nach einer kurzen Reifezeit viel Genuss bereitet.



Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/