Freitag, 16. Juli 2010

Warum ist Wein, auch Biowein teurer oder billiger? Folge 1-1

Warum ist Wein, auch Biowein teurer oder billiger? Folge 1-1

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Oben: Manuelle Weinlese von Weinreben, die im Buschsystem gepflanzt sind und deshalb nicht maschinell gelesen werden können. Vorteil: unreife, überreife, faule oder schimmelige Trauben können bereits am Rebstock ausgelesen und entfernt werden. Cooperative Jesus del Perdon in La Mancha, Erzeuger der Weine Mundo de Yuntero

Unten: Neu angelegter Weinberg im Drahter-ziehungssystem als Voraussetzung für eine maschinelle Ernte. Vorteil: bessere Belüftung der Reben, dadurch geringerer Pilzbefall. Kann auch manuell geerntet werden. Cooperativa Jesus del Perdon in La Mancha

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Oben: Manuelle Weinlese von Airen-Trauben Von Mitgliedern der Cooperativa Jesus del Perdon in der Region La Mancha. Nachteil: hoher Arbeitsaufwand und damit hohe Kosten.Cooperative Jesus del Perdon in La Mancha,Erzeuger der Weine Mundo de Yuntero

Unten: Modernste Erntemaschine, die im Gegensatz zu Älteren so eingestellt werden kann, dass sie nur optimal reife und gesunde Trauben erntet. Vorteil: geringer Personalaufwand. Nachteil: Hohe Anschaffungskosten, nur für große Flächen wirtschaftlich.

Testeinsatz auf der Tenuta San Vito

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Montag, 21. Juni 2010

Kein Biowein nach EU-Recht

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Die Europakommission hat entschieden, keine verbindlichen Regeln für die Erzeugung von Biowein festzulegen, nachdem sich die an den Verhandlungen beteiligten Länder nicht einigen konnten.

Unter anderem sollte der für konventionelle Weine erlaubte Schwefelgehalt deutlich unterschritten werden, aber auch technische Verfahren wie das Erhitzen der Maische für Rotweine, das Entalkoholisieren und die Mostkonzentration standen zur Disposition. Gleichzeitig sollte die Liste der für die konventionelle Weinbereitung zugelassenen Hilfsmittel für die Bioweinbereitung gekürzt werden.

Die Verhandlungen scheiterten, weil sich vor allem Deutschland und Österreich gegen diese für den Verbraucher mehr Sicherheit bietenden Neuerungen stemmten. Ein von Frankreich eingebrachter

Kompromissvorschlag mit moderateren Änderungen wurde vom zuständigen Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos mit der Begründung abgelehnt „Ich bin nicht bereit, einen Kompromiss des biologischen Standards zu akzeptieren, der ein schlechtes Signal an die Verbraucher über eines der europäischen Kommission wichtige politische Thema aussendet.

(Quelle: EU - AFP - 17/06/10).

Schade, denn die beabsichtigte strengere Begrenzung hätte eine signifikanten Unterschied zu konventionellen Weinen bedeutet und wäre auch für gute deutsche Winzer mit wenigen Ausnahmen einzuhalten gewesen.

Damit lautet die gesetzliche Definition für „Biowein“ also nach wie vor „Wein aus ökologisch erzeugten Trauben“, und damit gilt für viele Verbraucher beim Weineinkauf wieder der abgenutzte Werbeslogan „Weinkauf ist Vertrauenssache“, oder eine verlässliche Information über die Arbeitsweise eines Winzers entweder beim Händler oder beim Winzer einzuholen.


Sonntag, 6. Juni 2010

Bioweine aus genmanipulierten Reben?

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Weine, oder vielmehr Bioweine aus genmanipulierten Reben/Trauben zu erzeugen, ist momentan weder erlaubt, noch erwünscht und vermutlich auch auf lange Sicht undenkbar.

Möglicherweise wird es jedoch in fernerer Zukunft möglich sein, im konventionellen Weinbau auf chemische Fungizide zu verzichten, die Krebs erzeugen können, oder im Verdacht stehen, ihn zu verursachen.

Auch Kupfersulphat das äußerlich wirkt und im biologischen Weinbau eingesetzt wird, schädigt den Boden und somit das Grundwasser.

Denn der chinesische Forscher Yuejin Wang von der Forstuniversität von Yanling (Quelle: New Scientist) hat entdeckt, dass eine chinesische wilde Rebe 6 x mehr Resveratrol enthält als herkömmliche Trauben. Da Resveratrol nicht nur als Schlüssel zu einem langen Leben in den letzten Jahren Schlagzeilen machte, weil es krebshemmend und kardioprotektiv wirke, erfüllt es auch in vielen Pflanzen, so auch in der Rebe eine Schutzwirkung gegen die gefürchteten Pilz – und Schimmelkrankheiten wie Mehltau und falscher Mehrtau (Oidium und Peronospora), die in der vorhandenen Menge bei den meisten Rebsorten jedoch nicht ausreichen, um sie dauerhaft vor Pilzbefall zu schützen.

Durch die Isolierung des in den wilden Reben Vitus pseudoreticulata vorhandenen Gens, das die Entstehung des hohen Resveratrolgehalts verursacht, und die Übertragung auf „normale“ Reben (vitis vinifera) könnte es also möglich sein, sowohl im konventionellen als auch im biologischen Weinbau künftig genmanipulierte Reben zu pflanzen, die zunächst nur Vorteile zu bieten scheinen: Weniger Chemie im Weinbau, weniger Umweltbelastung, dafür ein höherer Gehalt an Resveratrol vor allem in Rotwein das die positiven gesundheitlichen Auswirkungen in jeder Beziehung verstärken würde. Doch die Folgen der genmanipulierten landwirtschaftlichen Produktion sind in ihrer Gesamtheit noch nicht erforscht.


Erich Hartl
hartl@weinpur.de
http://www.biowein-pur.de/


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Sonntag, 16. Mai 2010

Biowein - Richtlinien

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EU-Regeln für die Kellereiwirtschaft zur Bereitung von Biowein lassen weiter auf sich warten. Folglich ist der Begriff „Biowein“ bis dato nur geduldet, gesetzlich aber noch nicht definiert. Gründe für die jahrelange Bearbeitung in den nationalen und EU – Gremien dürften in den unterschiedlichen Interessen der nördlichen und südlichen Weinbaugebiete, aber auch an den unterschiedlichen Zielen der Marktteilnehmer liegen.

Der Wunsch der Verbraucher, nicht nur wohlschmeckende, sondern saubere, rückstandsfreie, möglichst wenig manipulierte, schwach geschwefelte und nicht anderweitig konservierte und stabilisierte Bioweine zu kaufen, kann von den Erzeugern aus den südlichen Ländern in der Regel leichter erfüllt werden. Deren Weine besitzen mehr Farbstoffe, Alkohol, Gerbstoffe und Resveratrol, die zu einer besseren Haltbarkeit beitragen. Ein weiterer Vorteil liegt in einem meist konstanteren und trockeneren Klima, wodurch Trauben seltener durch Pilzbefall und Fäulnis betroffen sind. Sie fordern einen wesentlich niedrigeren Schwefelgehalt als Ihre nördlichen Nachbarn.

Weine aus nördlichen Anbaugebieten müssen – so ist die Aussage von Fachleuten – aufgrund der klimatischen Einflüsse stärker geschwefelt und anderweitig geschönt und stabilisiert werden. Sie fordern deshalb einen höheren Schwefelgehalt in Biowein zuzulassen. Doch auch Fragen wie Maischeerhitzung für eine bessere Farbausbeute, die Verwendung von Reinzuchthefen, Aromahefen und die Verwendung weiterer Zusatzstoffe ist ein Streitpunkt.

Eine dritte Interessengruppe besteht aus Großimporteuren und Abfüllbetrieben, deren Ziel es ist, auf unterstem Preis – und Qualitätsniveau einzukaufen. Erzeuger solcher Weine mögen formell zwar die Anbaurichtlinien einhalten, ethische, moralische, soziale und qualitative Aspekte können jedoch nicht mehr berücksichtigt werden. Solche Weine werden größtenteils in Tankfahrzeugen zu Abfüllbetrieben nach Nordeuropa transportiert. Die ohnehin zweifelhafte Qualität dieser Weine wird durch den Transport (häufiges Umpumpen, Luftkontakt) weiter gemindert und kann, um finanzielle Risiken zu vermeiden, nur durch zusätzliches Schwefeln, Stabilisieren und Konservieren in den Handel gebracht werden.

Somit ist abzusehen, dass das Ergebnis der EU- Biowein-Kellerrichtlinien ebenso ein unbefriedigender Kompromiss sein. Deshalb wird es, wem es nicht gleichgültig ist, was im Anbau gespritzt und im Keller manipuliert wird, darauf ankommen, Wein nur in Original-Weingutabfüllungen von guten Winzern und keine anonymen Händlerabfüllungen zu kaufen.

Erich Hartl

hartl@weinpur.de

www.biowein-pur.de


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Sonntag, 7. März 2010

Gute Bioweine müssen kein Vermögen kosten

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wie Donatello Jasci mit seinem Montepulciano d'Abruzzo 2008 beweist, für den er beim Weinwettbewerb "Biofach - Mundus Vini in Nürnberg 2010" eine Silbermedaille gewonnen hat.

Erich Hartl
hartl@weinpur.de
http://www.biowein-pur.de/

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Rotwein als Sonnenschutz (Quelle: Spiegel Nr. 8 vom 22.02.10)

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Allerlei gesundheitsfördernde Effekte werden dem Rotwein zugeschrieben - nun kommt eine weitere segensreiche Wirkung hinzu: Wer 2 - 3 Gläser trinkt, so haben Mediziner der Universitäts-Hautklinik in Tübingen herausgefunden, kann sich danach länger in die Sonne legen, ohne zu verbrennen. Der Schutz vor UV-Strahlung zeigte sich allerdings nur, wenn die Probanden den halben Liter Rotwein innerhalb von 40 Minuten tranken - und lediglich bei Rotweinsorten, die reich an Polyphenolen sind: Diese Antipxydantien hemmen die lichtbedingte Schädigung der Hautzellen. "Natürlich ist das kein großer Effekt" betont Studienleiter Matthias Möhle, der schon als Student und später als Gastprofessor in Bordeaux gelebt hat, "aber subjektiv betrachtet, ist es gut, in den Urlaub zu fahren und Rotwein zu trinken"." Übrigens, Herr Möhrle ist, soweit wir wissen, nicht Kunde bei uns.

Meine Empfehlung: nur Biorotweine trinken und in beschwipstem Zustand sonnenbaden.

Erich Hartl

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Donnerstag, 18. Februar 2010

Domaine de Marcoux



Wir führen die Bioweine der Domaine de Marcoux seit mehr als 15 Jahren, in denen bisher noch kein Flop dabei war. Das beweist echtes Können und Zuverlässigkeit, und es stellt diejenigen bloß, die behaupten, Bioweine oder Weine aus biologisch-dynamischem Anbau seien Weinen aus konventioneller Erzeugung unterlegen.

Jedenfalls dürfte die biologisch-dynamisch bewirtschaftete Domaine de Marcoux das seit vielen Jahren von Robert Parker und anderer objektiver Weinfachleute höchstbewertete Ökoweingut sein.

Zur Zeit sind bei uns folgende Bioweine der Domaine de Marcoux bei uns erhältlich:

Côtes du Rhône, rot, 2007, Domaine de Marcoux

88 von 100 Parker Punkte

Châteauneuf du Pape, weiß, 2006, Domaine de Marcoux

86 Parker Punkte

Châteauneuf du Pape, rot 2004, Domaine de Marcoux

92 Parker Punkte

Châteauneuf du Pape, rot, 2005, Domaine de Marcoux

90 – 93 Parker Punkte

Châteauneuf du Pape, rot, 2006, Domaine de Marcoux

92 Parker Punkte

16 Punkte von 20 von der Revue du Vin de France

Châteauneuf du Pape, rot, 2007, Domaine de Marcoux

92 Parker Punkte,

17,5 Punkte Revue du Vin de France,

17 Punkte von Bettane & Deseauve

Châteauneuf du Pape, Vieille Vignes, rot, 2004,
Domaine de Marcoux

95 Parker Punkte

Châteauneuf du Pape, Vieille Vignes, rot, 2006,
Domaine de Marcoux

95 Parker Punkte, 18,5 Punkte, Punkte Revue du Vin de France

Châteauneuf du Pape, Vieille Vignes, rot, 2007,
Domaine de Marcoux

96 – 98 Parker Punkte, 18 Punkte Revue du Vin de France

Erich Hartl
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