Sonntag, 16. Mai 2010

Biowein - Richtlinien

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EU-Regeln für die Kellereiwirtschaft zur Bereitung von Biowein lassen weiter auf sich warten. Folglich ist der Begriff „Biowein“ bis dato nur geduldet, gesetzlich aber noch nicht definiert. Gründe für die jahrelange Bearbeitung in den nationalen und EU – Gremien dürften in den unterschiedlichen Interessen der nördlichen und südlichen Weinbaugebiete, aber auch an den unterschiedlichen Zielen der Marktteilnehmer liegen.

Der Wunsch der Verbraucher, nicht nur wohlschmeckende, sondern saubere, rückstandsfreie, möglichst wenig manipulierte, schwach geschwefelte und nicht anderweitig konservierte und stabilisierte Bioweine zu kaufen, kann von den Erzeugern aus den südlichen Ländern in der Regel leichter erfüllt werden. Deren Weine besitzen mehr Farbstoffe, Alkohol, Gerbstoffe und Resveratrol, die zu einer besseren Haltbarkeit beitragen. Ein weiterer Vorteil liegt in einem meist konstanteren und trockeneren Klima, wodurch Trauben seltener durch Pilzbefall und Fäulnis betroffen sind. Sie fordern einen wesentlich niedrigeren Schwefelgehalt als Ihre nördlichen Nachbarn.

Weine aus nördlichen Anbaugebieten müssen – so ist die Aussage von Fachleuten – aufgrund der klimatischen Einflüsse stärker geschwefelt und anderweitig geschönt und stabilisiert werden. Sie fordern deshalb einen höheren Schwefelgehalt in Biowein zuzulassen. Doch auch Fragen wie Maischeerhitzung für eine bessere Farbausbeute, die Verwendung von Reinzuchthefen, Aromahefen und die Verwendung weiterer Zusatzstoffe ist ein Streitpunkt.

Eine dritte Interessengruppe besteht aus Großimporteuren und Abfüllbetrieben, deren Ziel es ist, auf unterstem Preis – und Qualitätsniveau einzukaufen. Erzeuger solcher Weine mögen formell zwar die Anbaurichtlinien einhalten, ethische, moralische, soziale und qualitative Aspekte können jedoch nicht mehr berücksichtigt werden. Solche Weine werden größtenteils in Tankfahrzeugen zu Abfüllbetrieben nach Nordeuropa transportiert. Die ohnehin zweifelhafte Qualität dieser Weine wird durch den Transport (häufiges Umpumpen, Luftkontakt) weiter gemindert und kann, um finanzielle Risiken zu vermeiden, nur durch zusätzliches Schwefeln, Stabilisieren und Konservieren in den Handel gebracht werden.

Somit ist abzusehen, dass das Ergebnis der EU- Biowein-Kellerrichtlinien ebenso ein unbefriedigender Kompromiss sein. Deshalb wird es, wem es nicht gleichgültig ist, was im Anbau gespritzt und im Keller manipuliert wird, darauf ankommen, Wein nur in Original-Weingutabfüllungen von guten Winzern und keine anonymen Händlerabfüllungen zu kaufen.

Erich Hartl

hartl@weinpur.de

www.biowein-pur.de


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Sonntag, 7. März 2010

Gute Bioweine müssen kein Vermögen kosten

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wie Donatello Jasci mit seinem Montepulciano d'Abruzzo 2008 beweist, für den er beim Weinwettbewerb "Biofach - Mundus Vini in Nürnberg 2010" eine Silbermedaille gewonnen hat.

Erich Hartl
hartl@weinpur.de
http://www.biowein-pur.de/

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Rotwein als Sonnenschutz (Quelle: Spiegel Nr. 8 vom 22.02.10)

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Allerlei gesundheitsfördernde Effekte werden dem Rotwein zugeschrieben - nun kommt eine weitere segensreiche Wirkung hinzu: Wer 2 - 3 Gläser trinkt, so haben Mediziner der Universitäts-Hautklinik in Tübingen herausgefunden, kann sich danach länger in die Sonne legen, ohne zu verbrennen. Der Schutz vor UV-Strahlung zeigte sich allerdings nur, wenn die Probanden den halben Liter Rotwein innerhalb von 40 Minuten tranken - und lediglich bei Rotweinsorten, die reich an Polyphenolen sind: Diese Antipxydantien hemmen die lichtbedingte Schädigung der Hautzellen. "Natürlich ist das kein großer Effekt" betont Studienleiter Matthias Möhle, der schon als Student und später als Gastprofessor in Bordeaux gelebt hat, "aber subjektiv betrachtet, ist es gut, in den Urlaub zu fahren und Rotwein zu trinken"." Übrigens, Herr Möhrle ist, soweit wir wissen, nicht Kunde bei uns.

Meine Empfehlung: nur Biorotweine trinken und in beschwipstem Zustand sonnenbaden.

Erich Hartl

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Donnerstag, 18. Februar 2010

Domaine de Marcoux



Wir führen die Bioweine der Domaine de Marcoux seit mehr als 15 Jahren, in denen bisher noch kein Flop dabei war. Das beweist echtes Können und Zuverlässigkeit, und es stellt diejenigen bloß, die behaupten, Bioweine oder Weine aus biologisch-dynamischem Anbau seien Weinen aus konventioneller Erzeugung unterlegen.

Jedenfalls dürfte die biologisch-dynamisch bewirtschaftete Domaine de Marcoux das seit vielen Jahren von Robert Parker und anderer objektiver Weinfachleute höchstbewertete Ökoweingut sein.

Zur Zeit sind bei uns folgende Bioweine der Domaine de Marcoux bei uns erhältlich:

Côtes du Rhône, rot, 2007, Domaine de Marcoux

88 von 100 Parker Punkte

Châteauneuf du Pape, weiß, 2006, Domaine de Marcoux

86 Parker Punkte

Châteauneuf du Pape, rot 2004, Domaine de Marcoux

92 Parker Punkte

Châteauneuf du Pape, rot, 2005, Domaine de Marcoux

90 – 93 Parker Punkte

Châteauneuf du Pape, rot, 2006, Domaine de Marcoux

92 Parker Punkte

16 Punkte von 20 von der Revue du Vin de France

Châteauneuf du Pape, rot, 2007, Domaine de Marcoux

92 Parker Punkte,

17,5 Punkte Revue du Vin de France,

17 Punkte von Bettane & Deseauve

Châteauneuf du Pape, Vieille Vignes, rot, 2004,
Domaine de Marcoux

95 Parker Punkte

Châteauneuf du Pape, Vieille Vignes, rot, 2006,
Domaine de Marcoux

95 Parker Punkte, 18,5 Punkte, Punkte Revue du Vin de France

Châteauneuf du Pape, Vieille Vignes, rot, 2007,
Domaine de Marcoux

96 – 98 Parker Punkte, 18 Punkte Revue du Vin de France

Erich Hartl
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Mittwoch, 17. Februar 2010

Muscadet de Sevre et Maine, Domaine de l’Ecu

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Leserbrief eines Kunden

Hallo Herr Hartl,

vielen Dank für die Lieferung – traf gestern Abend um 18:30 ein (UPS macht in Mecklenburg-Vorpommern Überstunden).

Da Kommentare auf Ihrem Blog eines Google oder Yahoo (od. ähnl.) Kontos bedürfen (was ich vermeiden will), möchte ich mich lieber auf direktem Wege äussern:

Der Granite rief begeisterte Erinnerung wach - wir haben selten einen so ausdrucksstarken und dennoch “runden” MDSM getrunken! Die Neugier veranlasste auch gleich zum Öffnen des Gneiss – Donnerwetter! Ich kenne einige “Terroirweine”, aber so etwas ist mir noch nicht untergekommen. Schier unglaubliche Dichte und Mineralität – sehr außergewöhnlich, ein fast schon “himmlischer” (aber auch “Irdischer”) Genuss! Ich kann mir gut vorstellen, dass der Granite und der Orthogneiss (den habe ich soeben auf gemacht, und die sind sich recht ähnlich) noch eher den, verzeihen Sie den Ausdruck, “gemeinen Weinliebhaber” ansprechen, aber für mich ist der Gneiss eine Offenbarung! Sie sehen schon, ich bin etwas “abseits” des Mainstream... meine Frau und ich lieben gute und außergewöhnliche Weißweine. Mit den Roten haben wir es nicht so – die wenigen Roten, die wir mögen, kosten leider ein vielfaches der Weißen und das ist dann, bei fast täglichem Genuss, nicht mehr zu verantworten.

Den Petit Chablis habe ich noch nicht probiert, aber das kann heute Abend noch geschehen – danke schon mal für die Empfehlung.

Bis jetzt also: Großes Kompliment – Weine(!), Service und auch Preise – Sie haben einen treuen Kunden gewonnen.

Gerne können Sie meinen Kommentar in Ihrem Blog veröffentlichen.

Ich werde Sie demnächst wegen einer “Weinprobe-Lieferung” kontaktieren – ich denke da zunächst an ein Paket von 12 verschiedenen Flaschen und werde mich auf Ihre Empfehlung verlassen.

Übrigens finde ich gut, dass sie Greenpeace erwähnen. Wir sind selbst im Artenschutz engagiert, allerdings mit Schwerpunkt Meeresbewohner, und da denke ich, leistet Sea Shepherd die effektivere Arbeit – aber das nur nebenbei.

Mit besten Grüßen aus MVP

Thomas Hartinger (“Exil-Bayer”)

Veröffentlich von Erich Hartl

Dienstag, 12. Januar 2010

Warum ist Wein teuer oder billig?


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Ein Grund dafür ist die Menge der geernteten Trauben pro Rebstock oder pro Hektar Anbaufläche.

Beispiel 1: Hier sehen Sie drei Fotos, die den Unterschied zwischen einem qualitäts- und einem mengen-orientiert bearbeiteten Weinberg aufzeigen.

Dies ist eine von nur zwei Tinta de Toro-Trauben an einem Rebstock im Weinberg von Nuntia Vini. Hier beträgt die durchschnittliche Erntemenge 0,8 – 1 kg je Rebstock. Eine Flasche des daraus erzeugten Weins kostet mehr als € 25,00. Zu teuer?














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Das Ergebnis ist ein wirklich naturreiner Wein, dem außer etwas Schwefel nichts hinzugefügt, aber auch nichts entnommen wird. Mit hohem Mineralstoffgehalt, viel Resveratrol, und andere Phenole, die antioxydatif und anticancerogen wirken. Mit ihrem vollem, konzentriertem Geschmack sind sie ein wahrer Genuss und gut lagerbar.

Beispiel 2: Hier sieht man einen Teil des Ertrags eines Ugni-Blanc Rebstock im Westen Frankreichs. Schätzungsweise wird der Besitzer dieses Rebstocks mehr als 20 kg ernten. Der daraus erzeugte Wein dürfte deshalb nicht mehr als 1 € kosten. Sein Preis wird aber ca. € 5,-- betragen. Ein gutes Geschäft?


Das Ergebnis ist ein dünner, unbedeutender, völlig neutraler Wein mit sehr niedrigem Gehalt an Mineralstoffen. Vermutlich wird der Zuckergehalt der Trauben so niedrig sein, dass der Most vor der Gärung aufge-zuckert werden muss. In der Weinsprache nennt man diesen Vorgang „Anreichern“, damit dieses Getränk nach der Vergärung einen ausreichend hohen Alkoholgehalt erreicht und man es als Wein bezeichnen kann. Da so viele Trauben am Rebstock kaum ihre volle Reife erreichen, besitzen Sie zu viel Säure, die dem Wein mit geeigneten Präparaten entfernt wird, oder man fügt ihm rektifiziertes Traubenmost-konzentrat hinzu, um die Säure geschmacklich zu neutralisieren.

Erich Hartl
hartl@weinpur.de
www.bioweinpur.de


Mittwoch, 16. Dezember 2009

Antibiotikum in argentinischen Weinen

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Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz hat bei mehreren argentinischen Weinen den antimykotischen Wirkstoff Natamycin gefunden.

Gleichzeitig wird, wie bei derartigen Entdeckungen üblich, darauf verwiesen, dass von Natamycin im Wein keine Gesundheitsgefahr ausgehe, die Behandlung von Wein mit diesem Antibiotikum jedoch verboten sei.

Importeure und Händler – vermutlich Supermärkte, denn es handelt sich um Billigweine – hätten nun Vorsorge getroffen und lassen die Weine in privaten Labors untersuchen.

Es wird vermutet, dass rektifiziertes Traubenmostkonzentrat mit diesem Antibiotikum behandelt wurde. Mit Traubenmostkonzentrat werden minderwertige Weine entweder vor der Vergärung angereichert, oder der fertige Wein gesüßt.

Merke, gute Weine benötigen kein Traubenmostkonzentrat, kosten aber etwas mehr.

Erich Hartl
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