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Dienstag, 20. Juli 2021

Bioweine ohne Sulfite

Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/
Bioweine ohne Schwefelzusatz aus unserem Sortiment

Weine und auch Bioweine ohne Sulfite (Schwefel) gibt es grundsätzlich nicht.
Die Kennzeichnung von Wein/Biowein ohne Schwefel ist deshalb nicht zutreffend und irreführend, denn Schwefel ist ein Nebenprodukt der alkoholischen Gärung, ohne die es keinen Wein/Biowein gäbe.

Der Gehalt an diesem natürlich entstandenen Schwefel ist abhängig von der verwendeten Hefe bzw. der Traubensorte und den Wachstumsbedingungen des Weinjahrgangs. Er beträgt meist weniger als 10 mg/l. und ist nicht kennzeichnungspflichtig.

Oftmals wird aber auch zusätzlich Schwefel in Pulverform verwendet. Bei der Maschinenernte beispielsweise wird Schwefel zugesetzt. Wenn mehrere Tonnen Trauben in den Transportbehältern aufeinander liegen und zerquetscht werden, verhindert Schwefel die vorzeitige Oxidation des Leseguts. Schwefel hat auf belastete Weine eine keim- und bakterienhemmende Wirkung. Grundsätzlich verhindert Schwefel Oxidation und wirkt konservierend.

Schwefel kann Kopfschmerzen und Unwohlsein verursachen und bei Allergikern sogar Atemnot erzeugen. Bioweine ohne Schwefelzusatz können diesem Personenkreis den Genuss von Wein ohne Reue wieder ermöglichen. 

Biowinzer tun einiges, damit wohlschmeckende und gleichzeitig einige Jahre haltbare Bioweine entstehen. Die Basis sind absolut gesunde Trauben ohne Pilzbefall und Fäulnisbakterien. Sie werden von Hand bei Sonnenaufgang, also bei noch kühler Temperatur geerntet und gleichzeitig kontrolliert und selektioniert. Auf schnellstem Weg werden sie dann in den Keller gebracht und mit höchsten hygienischen Standards zu Wein verarbeitet. Die Reifung dieser Weine erfolgt in Edelstahltanks mit Hilfe inerter (träger) Gase ohne Sauerstoffkontakt. Auch die Abfüllung dieser Weine in Flaschen geschieht ohne Sauerstoffkontakt indem die Flaschen zunächst mit inertem Gas behandelt werden und erst danach der Wein eingefüllt wird.

Es handelt sich also um ein aufwändiges Verfahren, das die Qualität dieser Weine steigert und eine Lagerfähigkeit von mehreren Jahren ermöglicht.

Folgende Βioweine ohne Schwefelzusatz, die Ihnen viel Trinkgenuss bieten, sind bei uns erhältlich:

Le Clos du Mounat, Côtes de Bourg, "Sans pour sens", Naturwein, rot, 2018, ab € 11,50

Domaine Julien de l'Embisque, "Vin Cinc Zajou", Côtes du Rhône, rot, 2019, ab € 14,05

Courelas da Torre, Alentejo DO, "Felisbela", rot, 2018, ab € 13,50

Cormeil-Figeac "Petit Cormeil", Saint Emilion, rot, 2019, ab € 20,00

Lagravera, "Natural", Costers del Segre DO, rot, 2017, ab € 15,50


Herzliche Grüße

Erich Hartl

hartl@weinpur.de

www.biowein-pur.de

Freitag, 27. September 2019

Wie lange kann roter Biowein gelagert werden?

Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/
Wenn ich das Kaufverhalten unserer Kunden zugrunde lege, dann wird die Lagerfähigkeit roter Bioweine leider oft unterschätzt. Ältere, wunderbar trinkbereite Weine werden nicht mehr bestellt. Das finde ich schade. Denn so wird roter Biowein häufig schon getrunken lange bevor er seine optimale Qualität zeigen kann. Wie lange roter Biowein aufbewahrt werden kann, hängt von der Grundqualität des Weines und der Art der Weinbereitung ab. Konservierungs- und Stabilisierungsmitteln, die in der konventionellen Weinerzeugung eingesetzt werden, dürfen bei der Erzeugung von Biowein nicht verwendet werden. Ihr Einfluß auf die Lagerfähigkeit von Rotwein wird deshalb hier nicht diskutiert. 
Die Frage nach der Haltbarkeit roter Bioweine kann nur beantwortet werden, wenn man die Geschichte des betreffenden Weines kennt. Also Fragen wie: um welche Rebsorte handelt es sich, wie alt sind die Rebstöcke, wie hoch ist die Erntemenge pro Hektar, wird von Hand oder mit der Maschine geerntet, wie war der Jahrgang? 
Auch die Arbeit im Weinkeller fließt in die Beurteilung ein: wie lange und bei welcher Temperatur erfolgt die Maischegärung, wird dafür die auf den Trauben befindlich endogene Hefe, oder Reinzuchthefe verwendet, wird dabei eine Delestage durchgeführt (Durchmischung des gärenden Mostes mit den Traubenschalen), wie lange reifte der Wein in Edelstahltanks, in großen Holzfässern oder in Barriques, wird dabei eine Batonnage durchgeführt (Aufrühren des Hefesatzes), erfolgt eine Klärung des Weins durch zeitaufwändiges Dekantieren oder eine zeitsparende Filterung mit Filterhilfsmitteln? 
Das sind Kriterien, die Sie normalerweise nicht kennen, oder nicht beachten. In vielen Beschreibungen unserer Weine können Sie diese Information zwar finden, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie gelesen werden. Wir fügen deshalb der Weinbeschreibung auch noch die voraussichtliche Lagerfähigkeit hinzu, nach der Sie sich beim Kauf richten können.
Grundsätzlich aber können Sie mit Sicherheit davon ausgehen, dass ein Rotwein, der bereits im Oktober oder November des Erntejahrs in Flaschen gefüllt und in den Verkaufsregalen zum Kauf angeboten wird, nicht von hoher Qualität ist und sich ausnahmslos nicht für eine längere Lagerung eignet. Dies gilt auch für Rotweine, die bereits im Frühjahr des der Ernte folgenden Jahres angeboten werden. Billige Weine überstehen eine mehrjährige Lagerung keinesfalls und fehlerhafte Weine werden auch nicht durch eine lange Lagerung besser.
Die Haltbarkeit unserer roten Bioweine im Sortiment habe ich für Sie auf der Grundlage der in den Regionen verwendeten Rebsorten und der Art der Weinbereitung in dieser Übersicht zusammengestellt:
Rhône, Provence, Languedoc, Roussillon:     4 – 10 Jahre, ausnahmsweise auch länger
Bordeaux:                                                        4 – 15 Jahre, ausnahmsweise auch länger
Veneto:                                                            3 – 5 Jahre, Amarone 20 Jahre
Piemont:                                                          5 – 6 Jahre, Barolo, Barbaresco 15 – 20 Jahre
Toskana:                                                          4 – 10 Jahre, je nach Güte
Rioja und Navarra:                                         4 – 12 Jahre
Portugal:                                                         4 – 15 Jahre
Diese Zeiten gelten bei kühler und dunkler Lagerung liegender Flaschen.
Bei Fragen zu diesem Thema dürfen Sie mich gerne anrufen und 07473 9520710

Herzliche Grüße
Erich Hartl