Mittwoch, 16. Dezember 2009

Antibiotikum in argentinischen Weinen

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Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz hat bei mehreren argentinischen Weinen den antimykotischen Wirkstoff Natamycin gefunden.

Gleichzeitig wird, wie bei derartigen Entdeckungen üblich, darauf verwiesen, dass von Natamycin im Wein keine Gesundheitsgefahr ausgehe, die Behandlung von Wein mit diesem Antibiotikum jedoch verboten sei.

Importeure und Händler – vermutlich Supermärkte, denn es handelt sich um Billigweine – hätten nun Vorsorge getroffen und lassen die Weine in privaten Labors untersuchen.

Es wird vermutet, dass rektifiziertes Traubenmostkonzentrat mit diesem Antibiotikum behandelt wurde. Mit Traubenmostkonzentrat werden minderwertige Weine entweder vor der Vergärung angereichert, oder der fertige Wein gesüßt.

Merke, gute Weine benötigen kein Traubenmostkonzentrat, kosten aber etwas mehr.

Erich Hartl
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Kommentare:

organicos hat gesagt…

Dass die genannten Gifte nicht schädlich für die Gesundheit sein sollen...

Grüße und danke für die interessanten Beiträge

Juan Pedro Camionero

Michel Jordan hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Jonathan hat gesagt…

ich trinke nur europäische weine. wenn ich alleine an die energiekosten denke, für den transport, ich weiss nicht, wir sollten wirklich mal an die umwelt denken.

BIOWEIN hat gesagt…

Hallo Juan Pedro Camionero,

vielen Dank für die Antwort, schade, dass es nur wenige lesen.

Viele Grüße und ein gutes Jahr 2010

BIOWEIN hat gesagt…

Hallo Jonathan,

schönen Dank für Deine/Ihre Rückmeldung, zu der ich etwas bemerken möchte.

- Leider ist man auch bei europäischen Weinen nicht sicher vor Manipulationen und Betrügereien.
- den Weintransport aus Übersee sollte man etwas differenzierter beurteilen, denn der erfolgt nicht mit dem Flugzeug, sondern per Schiff und damit ist der
Energieaufwand nicht so groß.
Und es gibt durchaus Weine in Übersee, die wir in Europa nicht finden. Damit meine ich nicht die Überseeweine für € 1,49/Fl., sondern
wirkliche Spezialitäten für Kenner.
- Grundsätzlich bin ich jedoch auch der Meinung, wir sollten uns so wenig wie möglich umweltschädlich verhalten.
- Wenn uns Kunden jedoch drohen, sie würden nicht mehr bei uns kaufen, wenn wir Weine aus Übersee führen, dann aber mit einem japanischen Auto aus
dem Hof fahren. Oder andere Kunden bringen uns Weinkorken, weil wir diese sammeln und einer Wiederverwertung zuführen. Die meister der bei uns abgegeben Korken
stammen aber nicht von Bioweinen, sondern von konventionellen Weinen, bei deren Erzeugung die Umwelt stark belastet wird. Daran sieht man, dass
Umweltbewußtsein nicht in alle Lebensbereiche hineinreicht. Diesbezüglich könnte man unzählige andere Beispiele nennen
- Andererseits würde es uns in Deutschland wirtschaftlich ziemlich schlecht gehen, wenn die deutsche Industrie nichts ins Ausland, also auch nach Übersee verkaufen
könnte.

Viele Grüße,
Erich